Überbetrieblicher Kurs bei der Metrohm
Vom 30. November an hatten wir Laboranten einen Kurs bei der Metrohm AG in Herisau. Thema dieses Kurses waren zwei Chromatographie Arten. Ziel dieses Kurses war es, dass wir nach diesen 3 Tagen bei der Metrohm mit den HPLC und IC Geräten arbeiten könnten.
Die Chromatographie ist eine Trennmethode die schnell, schonend, empfindlich und universell anwendbar ist.
Am Mittwoch hatten wir den Theorieblock, wo wir alles Wichtige über die Chromatographie und deren Methoden gelernt haben. Am Donnerstag und Freitag haben wir dann mit den Geräten gearbeitet. Der Schwerpunkt des ÜK lag, wie bereits gesagt, bei der HPLC(High Performance Liquid Chromatography) und IC( Ionenchromatographie).
Mit dem HPLC werden feste oder flüssige Substanzen mit einem Lösungsmittel gelöst und anschliessend über eine Trennsäule geleitet. Von der Trennsäule wird die Probe in den Detektor geleitet, wo über UV/VIS die Konzentration der einzelnen Komponenten gemessen und in einem Peak grafisch dargestellt wird.
Die Ionenchromatographie ist eine spezialisierte Art des HPLC’s, wo spezifisch auf Ionen getestet wird, wie z.B. in Wasser. Mit dem IC kann bestimmt werden wie viel Natrium, Calcium oder Sulfat im Wasser enthalten ist.
Wir haben also gelernt, wie man mit diesen Geräten umgeht und wie man die Proben und die Vergleichslösungen herstellt und natürlich was man aus diesen Peaks lesen kann, wenn’s den welche gibt. Man kann natürlich auch Luft messen, nur gibt’s dann eben keine Peaks, dafür herrscht Verwirrung.

Alles in allem war es ziemlich Lehrreich. Auch interessant war es, mal nur mit Lehrlingen zu arbeiten und vor allem konnte man mal mit seinen Klassenkameraden im Labor stehen. Das kann noch recht interessant sein.
P.S.:
Die meisten Lehrer probieren die Dünnschichtchromatographie auch mal mit den Schülern aus. Wenn nicht könnt ihr es auch ganz einfach zuhause nachmachen. Dazu nehmt ihr ein Löschpapier, macht mit einigen Stiften unten am Papier Punkte und stellt es ins Wasser. Achtung die Farbpunkte dürfen dabei nicht unter dem Wasser sein sondern müssen darüber sein. Dann wartet ihr etwa 1h-3h. Nehmt das Löschpapier aus dem Wasser und lasst es trocknen. Wenn ihr dann nach seht, wird sich die Farben in die einzelnen Komponenten aufgeteilt haben. Also grün teilt sich in gelb und Blau, Lila in Rot und Blau und Orange in Gelb und Rot.
Cynthia Eggenberger
Macht eine Lehre als Laborantin Chemie bei der Coltène AG und ist im 2. Lehrjahr. Sie möchte später noch studieren. Hobbys: lesen, schreiben, musik
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