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Gemeinsam nach Talenten suchen

Mehr Fachkräfte in der Region ausbilden: Das ist das Ziel der Kooperation zwischen dem Verein «Chance Industrie Rheintal» und weiteren Branchen. Erstmals sind am Berufsevent vom 18. und 19. November deshalb gleich drei Gaststände dabei.

«Unsere ehemaligen Lehrlinge sind heute Werkstattleiter, Produktmanager oder studieren Maschinenbau. Ihnen stehen viele Werkstatt-Tore offen», sagt Beat Eisenhut. Der Mitinhaber und Geschäftsführer der Hutter Baumaschinen AG in Altstätten spricht stellvertretend für viele Branchen mit handwerklichem Bezug, wenn er sagt, dass Absolventinnen und Absolventen einer Lehre beste Berufschancen hätten. Sein Unternehmen, das seit mehr als 40 Jahren Baumaschinen wie Bagger und Raupenkipper importiert und vertreibt sowie Services und Reparaturen anbietet, bildet derzeit vier Lernende aus.

Mädchen sind gefragt

Genau wie Eisenhut sucht Claudia Spirig von der Personalabteilung der Amag Automobil und Motoren AG den Berufsnachwuchs im und um das Rheintal. Das sei auch der Grund, weshalb das Automobilunternehmen erstmals mit einem Stand am Berufsevent von «Chance Industrie Rheintal» dabei sein werde. Genau wie die Industrieberufe kämpfe sie gegen das Klischee, nur Männer gehörten in die Branche: «Auch Mädchen sind bei uns herzlich willkommen.» Sie ist überzeugt, dass die breite Ausbildung in der Automobilbranche für beide Geschlechter ein idealer Start in die Berufskarriere ist. Amag beschäftigt in Heerbrugg 12 und in Buchs 15 Lernende in verschiedenen Berufen rund ums Automobil.

Voneinander profitieren

Am Berufsevent erstmals dabei ist auch die Druckerei Howigra AG, die ihren Sitz in Oberegg hat und alle zwei Jahre einen neuen Lernenden einstellt. Der Einblick in die Druckbranche sei etwas Besonderes, sagt Geschäftsführer und Inhaber Roland Eichmüller, denn: «In der Region gibt es praktisch keine Druckereien mehr.» Das Appenzeller Vorderland liege nahe am Rheintal, und doch kämen kaum Lernende von hier: «Das möchten wir durch den Berufsevent ändern.» Zur Industriebranche sieht er viele Parallelen – zum Beispiel das Arbeiten mit grossen Maschinen. Claudia Spirig ergänzt, dass in der Automobil- und in der Baumaschinenbranche ebenfalls ein Flair für Technik und für handwerkliches Arbeiten gefragt sei. Gerade auch deshalb ist Letizia Wenger, Geschäftsführerin von «Chance Industrie Rheintal» überzeugt, dass alle Branchen von der Zusammenarbeit profitieren werden: «Es ist eine Chance, mehr Lernende in der Region zu halten. Denn sie sind unsere Fachkräfte von morgen.»

Berufe interaktiv entdecken

Der Berufsevent von «Chance Industrie Rheintal» findet am Donnerstag und Freitag, 18./19. November 2021 in der Schöntalhalle in Altstätten statt. Schülerinnen und Schüler im Berufswahlprozess lernen auf interaktive Art und Weise Lehrberufe im industriellen Umfeld sowie die vielfältigen Weiterbildungsmöglichkeiten kennen. Zusätzlich werden an drei Gastständen die Berufsbilder Baumaschinenmechaniker/in, Automobil-Mechatroniker/in, Automobil-Fachmann/frau, Carrosserielackierer/in, Carrosseriespengler/in, Detailhandeslfachmann/frau und Medientechnologe/-technologin Siebdruck vorgestellt.

Beat Eisenhut von Hutter Baumaschinen, Roland Eichmüller von Howigra und Claudia Spirig von Amag freuen sich, am Berufsevent einen Einblick in ihre Branchen zu geben.