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Lehrberufe wieder ganz real erlebt

Über 30 Lehrberufe aus der Industrie und anderen Branchen: Der Berufsevent von «Chance Industrie Rheintal» (CIR) ist vielseitiger denn je. Im Rahmen der Eröffnung am Donnerstag, 18. November stand zudem die Zukunft der Berufswahl im Fokus.

«Es ist für die Jugendlichen extrem wertvoll, dass sie die Lehrberufe und Weiterbildungen wieder hautnah entdecken können», sagt Letizia Wenger. Die Geschäftsführerin von CIR begrüsste am ersten von zwei Ausstellungstagen zahlreiche Jugendliche und interessierte Eltern in der Schöntalhalle in Altstätten, wo der Berufsevent dank Covid-Zertifikats- und Maskenpflicht nach Zwangspause im letzten Jahr wieder stattfinden kann. Viele Berufe sind interaktiv erlebbar: Am Stand von Stadler Rheintal beispielsweise können die Jugendlichen ihr handwerkliches Geschick beim virtuellen Schweissen testen. «Der Simulator ermöglicht einen Erstkontakt und nimmt einem die Angst», erklärt Giuseppe Gullo, Leiter Berufsbildung bei Stadler Rheintal.


Welcher Stecker passt? Am Berufsevent erkundeten Jugendliche verschiedene Lehrberufe auf interaktive Art.

Dass der Berufsevent in diesem Jahr vielseitiger denn je ist, freut CIR-Präsidentin Cornelia Grill besonders. Erstmals sind neben 14 Industrieunternehmen aus dem Rheintal gleich drei Gaststände aus Automobil-, Baumaschinen- und Druckereibranche dabei. «Auch sie sind auf Fachkräfte angewiesen. Und für uns ist es eine Chance, den Schülerinnen und Schülern einen noch breiteren Einblick in die Berufswelt zu bieten.»

Berufswahl vereinfachen

Der Berufsevent von «Chance Industrie Rheintal» sei ein Vorbild für die künftige Ausgestaltung der Berufsinformationsangebote, sagte Ivo Riedi im Rahmen des Netzwerkapéros am Donnerstagmittag. Der Berufsbildungsleiter von SFS, der bei CIR im Vorstand mitwirkt, sprach vor rund 80 Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft über das regionale Berufswahlkonzept. Dieses wird derzeit von einer Spurgruppe erarbeitet und hat zum Ziel, den Berufswahlprozess im Rheintal übersichtlicher zu gestalten.

Zentrale Pfeiler sollen dabei die koordinierte Umsetzung des Berufswahlfahrplans, eine regionale Berufsmesse und eine Berufswahlplattform bilden. Letztere ermöglicht beispielweise, dass sich Schülerinnen und Schüler direkt mit Unternehmen in Verbindung setzen können. So werde der Bewerbungsprozess für beide Seiten vereinfacht, sagte Riedi.

Offene Fragen beantwortet

Am Donnerstagabend stand der Berufsevent für Eltern und Interessierte offen. Einige hätten die Möglichkeit genutzt, um sich direkt mit Berufsbildnern und aktuellen Lernenden auszutauschen, sagt Letizia Wenger. Die Coronapandemie habe nämlich zu vielen Unsicherheiten und offenen Fragen geführt. Wenger und die anderen Industrievertreter konnten insofern beruhigen, dass viele Betriebe dank spezieller Schutzmassnahmen wieder Schnupperlehren und Praktika anbieten. Der Berufsevent sei ebenfalls ein grosser Schritt zurück zur Normalität.

Zum Abschluss zeichnete CIR-Vorstandsmitglied Samuel Lauchenauer drei Schülerinnen und Schüler aus: Lorena Koller, Silvio Breu und Ahmed Ali Nader hatten im Vorfeld die schönsten Solarmobile erschaffen und damit den Kreativitätswettbewerb von «Chance Industrie Rheintal» gewonnen.

Sie haben die schönsten Solarmobil-Grundkörper im Rheintal erschaffen: Lorena Koller, Ahmed Ali Nader und Livio Breu.